Auf ein Wort

Liebe Gemeinde,

was hätte Martin Luther zur Corona-Krise gesagt? Im übertragenen Sinn kannte er sich aus, war doch 1527 in Wittenberg die Pest ausgebrochen. Das von Luther hierfür verwendete Wort der „Seuche“ passt wohl auch aktuell. Luther verurteilte damals scharf den Leichtsinn der Törichten und Rücksichtslosen, die Gefahr zu missachten und andere dadurch bewusst zu gefährden oder deren Gefährdung in Kauf zu nehmen. Er unterstützte jede medizinische oder obrigkeitliche Maßnahme zur Bekämpfung der Seuche. Ein Vernunftprinzip, das wohl auch heute für alle verpflichtend bleiben sollte.

Aber es ging Luther natürlich auch um eine Bewertung vom Glauben her. Alle, die eine Fürsorgepflicht, Luther hätte gesagt, ein „Amt“ haben, angefangen von den Eltern ihren Kindern gegenüber oder den eigenen alten Eltern, aber z. B. auch Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern gegenüber, kurzum alle, die leiten, lehren, pflegen, helfen, raten und trösten, sollen dies ausdrücklich um der Nächstenliebe willen tun. Vorbild ist in allem Christus, der als der gute Hirte für die Seinen alles getan hat. Luther schreibt, wer in Liebe handelt, darf gewiss sein, „...dass dies Werk Gott und allen Engeln wohl gefällt, und dass ich in seinem Willen und rechten Gottesdienst und Gehorsam gehe, wenn ich´s tue…“, denn wo „…mein Nächster mein bedarf, will ich weder Orte noch Personen meiden, sondern frei zu ihm gehen und helfen, … Siehe, das ist ein rechter, gottesfürchtiger Glaube, der nicht dumm, kühn noch frech ist und auch Gott nicht versucht“. 

Wichtig war Luther, schlichtweg alle Ereignisse, ob Seuchen, Kriege, Plagen und genauso auch Friede und Wohlergehen als ein für uns verborgenes Wirken Gottes anzusehen. So wird mir alles zur „Glaubensfrage“, wem ich mich im Leben anvertraue und welchem Ziel ich mich verschreibe. Angesichts der Begrenztheit und Unverfügbarkeit allen Lebens eine bleibende spirituelle Aufgabe!

Luthers Lieblingspsalm betont unser Geborgensein in Gott und verscheucht die Angst: „Der HERR ist mit mir, darum fürchte ich mich nicht“ (Psalm 118, Vers 6). Es lohnt sich, ihn in ganzer Länge zu lesen. Bleiben Sie behütet!        

Ihr /Euer Reinhard Kölsch, Pfr.

Andacht von Pfarrer Kellner vom 19. September 2020

Wochenlied für Sonntag, 20.09.2020

Corona und wir

... unter diesem Betreff informierte heute Pastor Kölsch die Mitarbeitenden der Evangelischen Kirchengemeinde Isselhorst und einige Vorstände der verbundenen Vereine zu den Ergebnissen der jüngsten Beratungen des Presbyteriums. Hier die E-Mail im Wortlaut -auch zur öffentlichen Information und Kommunikation in unserem Kirchspiel ...

Gottesdienst im Fernsehen

  • ZDF - Fernsehgottesdienst, Sonntag,  9.30 Uhr
  • Bibel TV - Gottesdienst, Sonntag, 10.00 Uhr und 11.30 Uhr

Wochenlieder

Die Wochenlieder gespielt an der Orgel von Kantorin Birke Schreiber ...

Gottesdienst im Radio

  • WDR 5 - sonntags um 10.00 Uhr
  • Deutschlandfunk - sonntags um 10.05 Uhr

Gottesdienste aus Isselhorst

Hier finden Sie die YouTube-Videos von einigen Gottesdiensten aus unserer eigenen Gemeinde ...

Morgenandacht im Radio

  • Morgenandachten im WDR (WDR 2 - 5.55 Uhr;  WDR 5 um 6.55 Uhr; WDR 3 um 7.50 Uhr; WDR 4 um 8.55 Uhr)
  • Augenblick mal, Radio Gütersloh, Montag bis Freitag 5.45 Uhr, Samstag um 6.15 Uhr
  • Morgenandacht im Deutschlandfunk 6.35 Uhr

Kirche von zu Hause

Informationen der EKD zu Online-Angeboten wie Gottesdiensten, Andachten und Podcasts ...

Kirche in der Nachbarschaft

Informationen zu Andachten und Impulsen der Nachbargemeinden im Kirchenkreis Gütersloh ...