Auf ein Wort

„Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt, hast mir das Trauergewand ausgezogen und mich mit Freude umgürtet!“ Psalm 30, 12

Liebe Gemeinde,

können Sie sich noch erinnern? Die zwei berühmtesten Sätze in der Metzgerei. 

Platz Nummer 1: Die Frau hinter der Theke fragt ihre Kinder: „Na, wollt ihr eine Scheibe Wurst?“ Die Kinder rufen laut und deutlich: „JA.“ Dann die zwei - drei Sekunden bis die Wurst überreicht wird. Sie haben noch Hoffnung, dass es diesmal anders wird. Aber alles was passiert ist, dass die Kinder strahlen, sich die ganze Scheibe Wurst in den Mund schieben und genüsslich kauen. Was folgt ist Platz 2 der berühmtesten Sätze: „Und, was sagt man?“

 

Karl Barth hat mal gesagt: "Freude ist die einfachste Form der Dankbarkeit". Man sieht den Kindern sehr deutlich an, dass sie sich freuen und dankbar sind. Ich finde das sollte reichen, zumindest in der Metzgerei. Dankbarkeit, die man sehen und hören kann, die sich vielleicht sogar in einem Freudentanz ausdrückt, hat aber noch einen viel wichtigeren Aspekt als die Höflichkeit in einer Metzgerei. Sie kann unsere Seele gesund machen. 

Die Monate der Pandemie haben unser Leben verdunkelt. Vielen Menschen geht es schlecht, körperlich und seelisch. Wir sind nicht mehr fähig, Dinge wahrzunehmen, für die wir eigentlich dankbar sein sollten. 

Der 30. Psalm lädt uns ein, das Leben wieder anders zu betrachten. Auch wenn die Einschränkungen, die mit der Corona Pandemie verbunden sind, noch längst nicht vorbei sind, gibt es viele kleine Hoffnungszeichen am Horizont. 

Es gibt in meinem eigenen Leben jeden Tag kleine und größere Dinge, für die ich dankbar sein darf. Es täte unserer Seele gut, unseren Blick wieder genau darauf zu richten. Morgens zunächst den Sonnenaufgang und den blühenden Apfelbaum zu betrachten und dann erst die Inzidenzwerte zu lesen. 

Die Worte des Psalms erinnern uns daran, dass auch Gott sich über echte, tiefe Freude und Dankbarkeit unsererseits freuen würde. Anders aber als in der Metzgerei, geht es ihm nicht um Höflichkeit, sondern darum, dass sich Dankbarkeit und Freude in uns verfestigen können. 

Ich wünsche Ihnen, dass Sie jetzt im Sommer die ein oder andere Gelegenheit für einen Freudentanz finden, gerne verbunden mit einem lauten „Jippiiii“ !

Herzlichst Ihr Pfr. A. Kellner

Gottesdienst im Fernsehen

  • ZDF - Fernsehgottesdienst, Sonntag,  9.30 Uhr
  • Bibel TV - Gottesdienst, Sonntag, 10.00 Uhr und 11.30 Uhr

Gottesdienst im Radio

  • WDR 5 - sonntags um 10.00 Uhr
  • Deutschlandfunk - sonntags um 10.05 Uhr

Morgenandacht im Radio

  • Morgenandachten im WDR (WDR 2 - 5.55 Uhr;  WDR 5 um 6.55 Uhr; WDR 3 um 7.50 Uhr; WDR 4 um 8.55 Uhr)
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  • Morgenandacht im Deutschlandfunk 6.35 Uhr

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