Auf ein Wort

Folgende kleine Geschichte fiel mir zu unserem Bibelvers im Oktober ein:

Zwei Schwestern wohnten einst beieinander. Die Jüngere war verheiratet und hatte Kinder, die Ältere war unverheiratet. Die beiden arbeiteten zusammen, sie pflügten das Feld und streuten den Samen aus. Zur Ernte brachten sie das Getreide ein und teilten die Garben in zwei gleich große Stöße, für jede einen. Als es Nacht geworden war, konnte die Ältere keine Ruhe finden: „Meine Schwester hat eine Familie, ich bin allein und ohne Kinder, sie braucht mehr Korn als ich.“ Also stand sie auf und wollte heimlich ein paar von ihren Garben zu denen ihrer Schwester legen. Auch die Jüngere konnte nicht einschlafen. Meine Schwester ist allein und hat keine Kinder. Wer wird für sie auf ihre alten Tage sorgen?“ Und sie stand auf, um von ihren Garben ein paar zum Stoß der Älteren zu tragen. Auf halbem Wege, mitten auf dem Feld, trafen sie aufeinander. Da erkannte jede, wie gut es die andere mit ihr meinte. Sie ließen die Garben fallen und umarmten einander. Seither wird gesagt: An diesem Ort wohnt Gott! 

 

Wenn uns nun zum Ende des Jahres wieder die Spendenaufrufe ins Haus flattern,  dann denken Sie daran, es ist nicht entscheidend, wie viel wir geben, entscheidend ist, dass wir es von Herzen tun. 

Dann wird wahr, was wir in folgendem Lied singen: „Wenn das Leid jedes Armen uns Christus zeigt und die Not, die wir lindern zur Freude wird, dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut, dann wohnt er schon in unserer Welt, ja dann schauen wir heut‘ schon sein Angesicht, in der Liebe, die alles umfängt.“

Herzliche Grüße Ihr Pfarrer Alexander Kellner

Zukunftswerkstatt

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