Auf ein Wort

Wenn Menschen sich ihre eigene (vor allem religiöse) Weisheit zurechtlegen, kann nichts Gutes dabei herauskommen. Aktuelles Beispiel ist für mich jetzt in der Corona-Zeit die religiös motivierte Missachtung der Hygiene – und Abstandsregelungen bis hin zur Impfverweigerung. Es gibt auch in Teilen unserer evangelischen Kirche die Ansicht, es reiche, Gott zu vertrauen und der werde einen schon beschützen und sonst sei es eben sein Wille, dass man krank werde.
Ich sehe die Grenze, dass Gott hier in Versuchung geführt wird, zumindest für berührt und halte es von meinem menschlichen Verstand her für fahrlässig, so zu denken und zu handeln. Denn sich und andere zu schützen ist doch ein Gebot der Klugheit. Wir sollten alle die Möglichkeiten der Impfstoffforschung nutzen, leben wir doch in einem Land, in dem wir sicher sein können, von Regierungsseite nichts boshaft Falsches präsentiert zu bekommen.
Die Klugheit der Welt hat also ihren berechtigten Ort. Aber ihre Erkenntnis steht vor einer entscheidenden Grenze. Von Gottes Offenbarung in Jesus Christus hat sie keine Ahnung. Und darum läuft auch alle selbstgemachte religiöse Weisheit ins Leere, so selbstsicher sie sich auch präsentieren mag.
Auch das berühmte Hohelied der Liebe im 13. Kapitel des 1. Korintherbriefes ist Teil der Auseinandersetzung mit denen, die sich selbst für klug  halten: „Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete, ... wenn ich alle Geheimnisse wüsste und allen Glauben hätte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe bläht sich nicht auf, ...“ – das ist denen ins Stammbuch geschrieben, die sich groß in Szene setzten, die damals in Korinth meinten, mit Engelszungen zu reden und über ganz außergewöhnliche Erkenntnisse zu verfügen. Wenn etwas die Gemeinde aufbaut, dann ist es nach Meinung des Paulus die Predigt, die das „Wort vom Kreuz“ in den Mittelpunkt stellt  „wir bitten an Christi statt: lasst euch versöhnen mit Gott“ und der Dienst der Liebe in Langmut und Geduld, in Freundlichkeit und im Sich-Hinunterhalten zu den niedrigen Dingen. Wenn Menschen sich ihre eigene Weisheit zurechtlegen, kann nichts Gutes dabei herauskommen…
Eine behütete und schöne Spätsommerzeit wünscht
Ihr/Euer Reinhard Kölsch, Pfr.

Gottesdienst im Fernsehen

  • ZDF - Fernsehgottesdienst, Sonntag,  9.30 Uhr
  • Bibel TV - Gottesdienst, Sonntag, 10.00 Uhr und 11.30 Uhr

Gottesdienst im Radio

  • WDR 5 - sonntags um 10.00 Uhr
  • Deutschlandfunk - sonntags um 10.05 Uhr

Morgenandacht im Radio

  • Morgenandachten im WDR (WDR 2 - 5.55 Uhr;  WDR 5 um 6.55 Uhr; WDR 3 um 7.50 Uhr; WDR 4 um 8.55 Uhr)
  • Augenblick mal, Radio Gütersloh, Montag bis Freitag 5.45 Uhr, Samstag um 6.15 Uhr
  • Morgenandacht im Deutschlandfunk 6.35 Uhr

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