Auf ein Wort

In einem Teich lebte eine große Familie von Fischen. Die Fische kannten ihren Teich gut. Sie wussten, wo sie das Seegras abschlecken konnten. Sie wussten, wo es kühler war und wo wärmer. Sie kannten sich aus. Nur an eine Stelle wagten sie sich nicht und verboten es ihren Kindern, dort zu spielen. Denn da war ein starker Sog. Und sie sagten: »Wer da hineingerät, muss sterben.« 

Eines Tages tauchte ein fremder Fisch in ihrem Teich auf. Sie fragten ihn verwundert: „Wer bist du denn? Und wo kommst du her?“ Da antwortete er: „Ich komme vom großen Fluss. Ich bin gegen den Strom geschwommen, und so bin ich hier gelandet.“ – „Was soll das denn sein: ein Fluss?“, fragten sie ihn verwundert. „Das ist Wasser, das immer weiterfließt und einen mitnimmt bis zum großen Meer“, antwortete der fremde Fisch. Noch verwunderter fragten sie: „Was ist denn das große Meer? Davon haben wir ja noch nie gehört!“ 

Er sagte zu ihnen: „Das ist der Ort, wo alles Leben herkommt. Und dort, wo alles Wasser, worin wir leben, wieder hinfließt.“

»Du bist ja verrückt!«, riefen die Fische im Teich." Es gibt nur diesen Teich und sonst gar nichts. Etwas anderes haben wir noch nie gesehen.“ 

Die Bibel sagt uns im Hebräerbrief: Es ist der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.

Die Fische im Teich werden nie erleben, wie spannend das Schwimmen im Fluss ist. Und sie werden nie die Weite des Meeres erleben. Und doch gibt es dies.

Erlauben wir uns, an Gottes Liebe zu glauben! Erlauben wir uns, vom Himmel zu träumen! Unser Leben wird schöner werden und hoffnungsvoller. Bis wir endlich erleben werden, was wir bisher nur glaubten. Gott, der uns in die Weite ruft! Ich wünsche Ihnen spannende Entdeckungen auf Ihrem Glaubensweg.

Herzliche Grüße

Ihr Pfarrer Alexander Kellner