Auf ein Wort

Liebe Gemeinde,

Kinder machen es richtig. Jedenfalls scheut sich Jesus nicht, sie uns als Vorbild hinzustellen.

Denken wir nur an ihre Vorfreude. Wann geht es mit der Laterne los? Wird mir der Nikolaus auch etwas  bringen?  Wann ist endlich Weihnachten? So ganz Feuer und Flamme zu sein, alles andere zu  vergessen - oder richtiger gesagt nicht zu brauchen -  und einem Gedanken nachzujagen. Das ist die Unmittelbarkeit, die uns Jesus wohl in Erinnerung ruft.

Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.

Habe ich tausend andere Sachen  im Kopf und im Herzen hat, kann ich mich  nicht konzentrieren.  Dabei bietet Gott ein Zentrum an, das „erfüllender“ nicht sein könnte. Im Stall von Bethlehem wird der Gottessohn geboren und in ihm kann auch ich ein neuer Mensch werden. Einer, der auf der Seite Gottes steht, der sein Leben aus Gott empfängt, der wieder „heil“ wird, seine Zerrissenheit hinter sich lässt und hineingenommen wird in eine Gemeinschaft, wo das Geben und Nehmen gelingt. Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben (Johannes 3,16).

Gott bietet uns seine Fülle an. Aus ihr leben wir. Sie macht uns reich. Heut schleußt er wieder auf die Tür – in dieser tiefen Freude feiern wir Weihnachten und gehen wir mit der Bitte um Gottes Segen in ein neues Jahr.

Herzliche Grüße, auch von Herrn Pfarrer Kellner, dem Presbyterium und allen Mitarbeitenden

Ihr/Euer Pfarrer Reinhard Kölsch